Am Aschermittwoch ging es los mit 16 Tagen Leberfasten*,
auch ich als Diätologin war dabei – Warum?

… weil ich wissen wollte wie es sich anfühlt, 16 Tage auf Brot, Süßes, Nudeln, Reis und Beilagen, Haferflocken und Obst zu verzichten; 3 x täglich einen Mahlzeitenersatz zu trinken; nur Gemüsegerichte und Salat ergänzend zu essen.

Kann man das einem Berufstätigen mit Familie überhaupt zumuten, 16 Tage regionales, saisonales Gemüse, geht das im Winter? Schafft man es täglich für die Kinder zu kochen und dann noch extra Suppe oder Salat zu zaubern? Ist es möglich körperlich anstrengende Tätigkeiten, wie es bei uns in der Landwirtschaft notwendig ist, zu leisten – auf diese Fragen suchte ich Antworten, Erfahrungen, um meine KlientINNEN wahrheitsgetreu und richtig gut während einer solchen Leberfastenphase begleiten zu können.

Und hier die Geschichte …

Alles beginnt am Aschermittwoch, wir starten, der Kopf ist schon längere Zeit vorbereitet, das Ziel „Leber glücklich machen“ und durchhalten, die Regeln sind klar definiert. Die regionale Biokiste von Biohof Achleitner wurde pünktlich geliefert, die Drinks als wertvolle allround Ergänzung der FA go OPTIMIZE stehen bereit, auch die köstlichen Rezepte für jeden Tag sind nett und mit schmackhaften Fotos gestaltet.

Im ersten Schritt machen wir eine SECA Körperanalyse, sehr genau erfasst das Gerät Muskelmasse, Flüssigkeit und die aktuelle Fettmasse, auch der Bauchumfang wird gemessen. Neben der Angst nicht mal bis zum 3. Tag durchzuhalten, ist da die Sorge um die Muskelmasse, 16 Tage maximal 1200 kcal – schade wäre es um jedes Dekagramm, auch ein Absinken des Phasenwinkels befürchte ich.

Der Start verläuft voller Motivation, auch mein Mann ist mit dabei – das erleichtert die Sache ungemein – gemeinsam schauen wir unseren Kids beim Essen zu, die immer wieder auch bei unseren Speisen mitprobieren – weil es einfach lecker ausschaut! Gemeinsam sitzen wir mit unseren Drinks und merken schon nach der 3. Mahlzeit, die Zeit wird lang, sehr lang.

Doch plötzlich läuft es, so nach dem 3./4. Tag – die Zeit vergeht, die erste Woche ist geschafft, die 2. Biokiste wird geliefert, auch die Kinder haben sich mittlerweile an die „Leberfasten-Eltern“ gewöhnt – haben ihren Spaß, wenn sie Kuchen oder frische Weckerl vom Bäcker genüsslich essen!

Die Tätigkeit im Büro oder Beratungsarbeit ist kein Problem, aber stärkere Arbeiten im Stall oder im Garten machen sich sofort bemerkbar, der Muskel schwächelt, fühlt sich zittrig an, im ersten Moment denke ich sofort – „wahrscheinlich ist der Blutzucker viel zu niedrig“, da die Kohlenhydratzufuhr ziemlich heruntergefahren wird, aber eine Blutzuckermessung beweist das Gegenteil – der Körper schafft es sehr gut. Lediglich das Verlangen auf die nächste Mahlzeit steigt.

Gut, dass wir keine wichtigen Termine haben, Geburtstagsfeiern, Fortbildungen oder Meetings, das wäre unpassend und kompliziert. Die Wochenenden sind ziemlich entspannt, Zeit zum Kochen, wenig Anstrengung, Spazieren & Sonne genießen mit Kindern und Hund …

Heute ist Tag 11 – zwischendurch wird immer wieder gemessen, die Ergebnisse sind erstaunlich, Muskel stabil, Phasenwinkel stabil, Fettmasse und Bauchumfang im Fallen, Flüssigkeit eher im unteren Bereich – man spürt, dass der Stoffwechsel läuft, viel Trinken – oben rein und unten wieder raus! Überraschenderweise bleibt die Verdauung unverändert, manchmal knurrt der Magen oder es rumort ein bisschen, trotzdem spürt man, dass man nicht hungern muss, das ist gut so!

Rückblickend kann ich sagen – Prädikat machbar & einfacher als gedacht – auch für Berufstätige und Eltern ist es umsetzbar, denn es ist ja doch eine begrenzte Zeit. Für Männer und Frauen mit körperlicher Arbeit muss eine angepasste Basisversorgung gewährleistet sein, damit die Muskelmasse richtig stabil bleibt, höchstwahrscheinlich auch für Sportler.

Daher würde ich auf alle Fälle eine professionelle Begleitung mit BIA Messung empfehlen, damit kurzfristig Eiweißbausteine, sprich Hülsenfrüchte ergänzt werden können. Ebenso bedarf es vorab einer ärztlichen Rücksprache bei medizinische Kontraindikationen (Gallensteine, Gichterkrankung, …), damit keine Komplikationen auftreten.

Die Leber wird aufgrund der niedrigen Kohlenhydrat- und Energiezufuhr gezwungen die Fettdepots abzubauen, das zeigt sich erfreulicherweise in Zahlen bei den Messergebnissen. Es wurde eine Verminderung der Fettmasse von bis zu 2,2 kg in 16 Tagen erreicht, das ist ein schöner Erfolg, wenn man bedenkt, dass für den Abbau von 2 kg Fettmasse in etwa 14 000 kcal eingespart werden müssen.

Nun gilt es, nicht gleich wieder ins alte Muster einzusteigen, sondern es wäre ein guter Zeitpunkt die eine oder andere Veränderung anzugehen, dann bleibt es nicht nur eine „16-Tage-Leberfasten-Erfahrung“, sondern ist der Auftakt für eine richtig coole Lebensstiländerung!

Was sagen die TeilnehmerINNEN:

„Wow super. Da hab ich dann echt was leckeres täglich:) Danke!“

„Habe mir gestern die Kürbissuppe gemacht – entweder war der Kürbis soooo gut oder es schmeckt    anders, weil es doch von den Lebensmitteln her reduziert ist. Die bis jetzt beste Kürbissuppe!“

„Die Kinder hatten schon Freude mit der Kresse und ich muss sagen, die Gemüsekiste hat 1a Qualität!“

„Was mich voll begeistert: Ich bekomme eine ganz andere Haut und das im Positiven – ich dachte schon ich brauche eine neue Hautcreme, aber anscheinend liegt es am Essen.“


Ein großes Danke …

  • an Biohof Achleitner für die Kooperation mit Flexibilität und Geduld der MitarbeiterINNEN
  • an die FA Optimize für die unkomplizierte Produktabwicklung
  • an meine Familie, samt Schwiegermutter, die unser 16 Tage Leberfasten Projekt ohne „wenn und aber“ am Familientisch mitgetragen haben

 

Ihre Diätologin,
Angelika Achleitner

*Leberfasten dient im medizinischen Sinn, der Entlastung und dem Abbau/Rückbildung einer bestehenden Fettlebererkrankung, lesen Sie mehr zum Thema „Fettleber“ im kürzlich veröffentlichtem ORF Beitrag: https://ooe.orf.at/stories/3037975/